Energiesysteme smart voranbringen durch den Einsatz intelligenter Messsysteme

Bereits Ende September hatte das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Rahmen eines Entwurfs für das „Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende“ nach ausgiebigen Diskussionen einen Referentenentwurf vorgelegt.

Daraufhin hatten die Bundesländer und Verbände hatten die Möglichkeit, sich bis Oktober 2015 zu dem Regelungsentwurf zu äußern.

Am 04. November 2015 folgte der Beschluss des „Gesetzes zur Digitalisierung der Energiewende“ durch das Bundeskabinett. Laut BMWi soll das Gesetzgebungsverfahren voraussichtlich im Mai 2016 vollständig abgeschlossen werden.

Der Gesetzesentwurf regelt primär die Pflicht zum Einbau intelligenter Messsysteme (Smart Meter) und die Vorgabe technischer Mindestanforderungen an deren Betrieb. Anhand von Schutzprofilen und technischer Richtlinien soll hierbei der Datenschutz und die Datensicherheit gewährleistet werden.

Die zentralen Gesichtspunkte des Entwurfs lauten:

  • Ab 2017 sind zunächst Großverbraucher ab einem Jahresstromverbrauch von 10.000 Kilowattstunden (kWh) sowie Erzeuger dezentraler Erzeugungsanlagen nach EEG und KWKG ab 7 kW installierter Leistung zu der Ausstattung mit intelligenten Messsystemen verpflichtet. Erst ab 2020 wird bei einem Jahresstromverbrauch von über 6.000 kWh der Einbau verpflichtend
  • Moderne Messeinrichtungen werden zur verpflichteten Grundausstattung, um Datenschutz, Datensicherheit und Interoperabilität zu garantieren
  • Kosten und Nutzen sollen darüber hinaus mithilfe eines neuen Regelungs- und Regulierungsrahmen sinnvoll in Einklang gebracht werden. Die Schaffung von eindeutigen Kostenregelungen mit Preisobergrenzen
  • Der stufenweise Einbau intelligenter Messsysteme, d.h. Vorrangstellung von größeren Stromverbrauchern und Erzeugungsanlagen beim Einsatz moderner Mess- und Steuerungstechnik – kleinere Verbraucher folgen später.
  • Regelung eines zulässigen Datenverkehrs und die Datenkommunikation, d.h. es wird festgelegt, wer wann Zugriff auf welche Daten erhalten soll

 

Manuel Simbeck

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