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Handlungsbedarf für Zahlungsprozesse!

Im November 2026 steht eine wichtige Änderung im Zahlungsverkehr an: Zahlreiche ältere EBICS-Formate für SEPA-Zahlungsdatenträger werden endgültig abgekündigt. Im Zuge der jährlichen SEPA-Formataktualisierung und der fortschreitenden ISO 20022-Migration unterstützen die Deutsche Kreditwirtschaft und die Banken in Deutschland künftig nur noch aktuelle SEPA-Formatversionen.

Für Unternehmen bedeutet das, dass Zahlungsverkehrssysteme, ERP-Systeme und angebundene Prozesse rechtzeitig überprüft und angepasst werden müssen. Werden weiterhin veraltete Datenträgerformate genutzt, können Banken Zahlungsdateien ablehnen. Das kann zu Verzögerungen bei Auszahlungen, Lastschriften oder weiteren zahlungsrelevanten Prozessen führen.

Betroffen sind insbesondere Organisationen, die SEPA-Überweisungen, SEPA-Lastschriften, Auslandsüberweisungen oder Euro-Eilüberweisungen erzeugen, verarbeiten oder über EBICS bei ihrer Bank einreichen.

 

Was ändert sich bei der SEPA-Formatumstellung 2026?

Ab November 2026 werden Banken nur noch SEPA-Formate ab Version 3.7 oder höher akzeptieren. Einige Institute haben bereits angekündigt, Formate der Version 2.9 und älter schon vor diesem Zeitpunkt nicht mehr anzunehmen. Unternehmen sollten deshalb frühzeitig prüfen, welche Zahlungsformate aktuell in den eingesetzten Systemen verwendet werden.

Die Umstellung ist Teil der europaweiten Weiterentwicklung des ISO 20022-Standards. Ziel ist es, Zahlungsverkehrsprozesse stärker zu harmonisieren, die Datenqualität zu erhöhen und eine bessere Automatisierung zu ermöglichen. Gleichzeitig schafft der Standard eine einheitliche Grundlage für nationale und internationale Zahlungsprozesse und unterstützt die Umsetzung regulatorischer Anforderungen.

Zudem ändern sich auch bei Auslandsüberweisungen und Euro-Eilüberweisungen die Anforderungen grundlegend. Das bisherige Format DTAZV wird zum November 2026 endgültig abgeschaltet. Zukünftig müssen diese Zahlungsarten auf ISO 20022-konforme XML-Formate umgestellt werden.

 

Die wichtigsten Formatänderungen auf einem Blick:

ZahlungsartBisheriges FormatNeues Format
SEPA-Überweisungpain.001.001.03pain.001.001.09
SEPA-Lastschriftpain.008.001.02pain.008.001.08
AuslandsüberweisungDTAZVpain.001.001.09_AXZ_GBIC_4 / GBIC_5
Euro-Eilüberweisungpain.001.001.03pain.001.001.09

Warum lohnt sich eine frühzeitige SEPA-Migration?

Die SEPA Umstellung 2026 ist nicht nur eine technische Pflichtaufgabe. Sie betrifft zentrale Verwaltungsprozesse, in denen Zahlungsdaten erzeugt, geprüft, freigegeben und an Banken übermittelt werden.

Gerade bei komplexen ERP- und Bankenanbindungen hilft eine frühzeitige Analyse, um Abhängigkeiten sichtbar zu machen und Anpassungen planbar umzusetzen. Wer rechtzeitig startet, reduziert operative Risiken wie fehlerhafte Zahlungsdateien, manuelle Korrekturen, Verzögerungen im Zahlungsverkehr oder kurzfristigen Handlungsdruck kurz vor dem Stichtag.

 

Die wichtigsten Vorteilen im Überblick:

  • Vermeidung abgelehnter Zahlungsdateien
  • Stabilere Zahlungsprozesse nach der Formatumstellung
  • Frühzeitige Identifikation betroffener Systeme und Schnittstellen
  • Verbesserung der Stammdaten- und Prozessqualität
  • Reduzierung manueller Korrekturen
  • Geordnete Abstimmung mit Banken, Fachbereichen und IT-Dienstleistern
  • Zukunftssichere Ausrichtung auf ISO 20022

bpc unterstützt bei der SEPA Umstellung 2026

bpc begleitet Unternehmen bei der Umstellung auf die neuen ISO 20022-konformen SEPA- und Auslandszahlungsformate, von der ersten Analyse über die technische Umsetzung bis hin zur produktiven Einführung. Dabei bringen wir fundierte Erfahrung in SAP ERP ECC 6.0 und SAP S/4HANA-Umgebungen mit. Gemeinsam prüfen wir Ihre Systemlandschaft, identifizieren betroffene Zahlungsprozesse und schaffen die Grundlage für einen sicheren, regelkonformen sowie zukunftsfähigen Zahlungsverkehr. Sprechen Sie uns gerne an!

Häufig gestellte Fragen zur SEPA-Formatumstellung

Was bedeutet die SEPA-Formatumstellung für Unternehmen?
Die SEPA-Formatumstellung ist Teil der europaweiten Weiterentwicklung des Zahlungsverkehrs auf Basis des ISO 20022-Standards. Für Unternehmen bedeutet dies, dass bestehende Zahlungsverkehrssysteme, ERP-Lösungen, Treasury-Systeme und Bankenschnittstellen überprüft und gegebenenfalls angepasst werden müssen. Ab November 2026 werden viele bisher genutzte SEPA-Formate von den Banken nicht mehr unterstützt. Unternehmen müssen daher sicherstellen, dass sie Zahlungsaufträge künftig in den aktuellen XML-Formaten erstellen und übermitteln können. Darüber hinaus werden neue Anforderungen an die Qualität und Struktur von Stammdaten, insbesondere bei Adressinformationen, eingeführt.
Welche SEPA-Formate laufen aus?
Im Rahmen des SEPA Lifecycle Managements werden ältere Versionen der SEPA-XML-Formate schrittweise außer Betrieb genommen. Betroffen sind die Formate pain.001.001.03 für Überweisungen, pain.008.001.02 für Lastschriften sowie pain.002.001.03 für Statusmeldungen. Diese Formate basieren auf älteren ISO 20022-Standards und werden ab November 2026 von den Banken nicht mehr akzeptiert. Unternehmen sollten daher frühzeitig auf die aktuellen Formatversionen umstellen.
Welche Zahlungsverkehrsformate laufen 2025 und 2026 aus?
Die Abschaltung der bisherigen Formate erfolgt in mehreren Schritten. Bereits im Jahr 2025 endet die Unterstützung einiger älterer Formatversionen und die Nutzung klassischer SWIFT-MT-Kontoauszugsformate wird zunehmend durch moderne CAMT-Nachrichten ersetzt. Der entscheidende Meilenstein folgt im November 2026: Dann werden die bisherigen SEPA-Formate für Überweisungen, Lastschriften und Statusmeldungen sowie das Auslandszahlungsformat DTAZV endgültig eingestellt. Ab diesem Zeitpunkt akzeptieren Banken ausschließlich die aktuellen ISO 20022-konformen Formate.
Was müssen Unternehmen bei der SEPA-Formatumstellung beachten?
Unternehmen sollten zunächst analysieren, welche Zahlungsverkehrsformate derzeit in ihren Systemen verwendet werden. Anschließend müssen ERP-, Finanzbuchhaltungs-, Treasury- und Banking-Anwendungen auf die neuen Formatversionen umgestellt werden. Besonderes Augenmerk sollte auf die Stammdatenqualität gelegt werden, da künftig strukturierte oder hybride Adressdaten erforderlich sind. Zudem empfiehlt es sich, rechtzeitig Testläufe mit den Hausbanken durchzuführen und die Umstellung gemeinsam mit Softwareanbietern und Banken zu planen. Eine frühzeitige Vorbereitung hilft, Störungen im Zahlungsverkehr nach dem Abschalttermin zu vermeiden.
Welche pain- und camt-Formate sind ab November 2026 für Unternehmen relevant?
Für den zukünftigen Zahlungsverkehr werden vor allem die aktuellen ISO 20022-Nachrichtenformate relevant sein. Für SEPA-Überweisungen ist das Format pain.001.001.09 vorgesehen, während SEPA-Lastschriften im Format pain.008.001.08 eingereicht werden. Status- und Verarbeitungsrückmeldungen erfolgen über pain.002.001.10. Für Auslandsüberweisungen und Euro-Eilüberweisungen kommen ebenfalls Varianten des aktuellen pain.001.001.09-Standards zum Einsatz. Im Bereich der Kontoinformationen gewinnen die CAMT-Formate weiter an Bedeutung. Hierzu zählen insbesondere camt.052 für Intraday-Informationen, camt.053 für elektronische Kontoauszüge und camt.054 für Umsatz- und Avisinformationen. Diese Formate bilden künftig die Grundlage für einen standardisierten und europaweit harmonisierten Informationsaustausch zwischen Unternehmen und Banken.

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